Freitag, 2. September 2022

Sandra (Geschichte einer Wollerziehung) Kapitel 1-4 (Deutsch)

 

Kapitel 1 "Der neue Job"

 

Sandra hatte schon eine gewisse Vorahnung als ihr Mann an diesem Freitag aus dem Büro kam, denn am Telefon hatte er Anspielung über die gemeinsame Mexiko -Urlaub fallen lassen. Sie erinnerte sich mit gemischten Gefühlen an die Reise, bei der sie - als Strafe für einige Vergehen  - seine Vorliebe für warme Wollkleidung während des gesamten Aufenthalts  erfüllen musste,  und zwar 24 Stunden täglich!

 

Sie war es zwar gewöhnt, seinem Wunsch zu gehorchen, und sich ungeachtet der Temperatur in Rollkragenpullover, Wollstrumpfhosen, Strickleggins, Wollkleider usw. zu kleiden, aber bedingt durch ihren Wohnort etwas außerhalb von Seattle war das nur im Hochsommer eine echte Prüfung ihres Gehorsams. Die restliche Zeit des Jahres war es - so ER nicht unzufrieden oder in einer gewissen Stimmung  war - gerade noch erträglich.

 

Nicht dass sie sich an die vielen Schichten gewöhnt - oder übermäßigen gefallen daran gefunden hätte, aber sie liebte ihren Mann und wollte ihm bedingungslos als ihren Master anerkennen und ihm gehorchen. Und wenn sie von anderen Paaren, die in SM-Beziehungen leben, gelegentlich gehört hatte, welche Ideen und Praktiken da verwirklicht wurden, so konnte sie glücklich sein, einem Master mit einem Wollfetisch gehören zu dürfen. Selbst ihre Nachbarn hatten sich schon daran gewöhnt, sie kaum je ohne Rollkragenpullover und Strickrock zu Gesicht zu bekommen, und auch das Getuschel im Supermarkt hatte im Laufe der Zeit nachgelassen.

 

Als er nun an diesem Abend heimkam, und Sandra ihm in einem dicken Angorastrickkleid mit besonders engem und hohen Rollkragen, sowie einem Wollbody und einer flauschigen Strickstrumpfhose einen Drink brachte, eröffnete er Ihr, er müsse für mindesten ein Jahr als Produktionsleiter in das Werk in San Diego (eine Autostunde südlich von Los Angeles) gehen. Dort bekäme er ein Haus mit allem Drum und Dran von der Company gestellt, sogar inklusive Dienstmädchen. Zum einen war sie stolz auf seinen beruflichen Erfolg, gleichzeitig jagte ihr der Gedanke an die Durchschnittstemperatur im Süden Kaliforniens jetzt im Frühsommer im Zusammenhang mit ihrer Standardkleidung einen Schauer über den Rücken.

 

Noch bevor sie sich überleget hatte, wie sie das Thema auf den Vorschlag bringen konnte, für die Zeit in San Diego seinen Wollfetisch zu unterdrücken, und ihre zahllosen Wollsachen in Seattle zu lassen, erzählte er bereits von einem Leihtransporter, den der von der Company gefordert hatte, um seine privaten Dinge, vor allem aber dem Inhalt ihrer Schränke in ihr neues Haus schaffen zu können. Damit war ihr schlagartig klar, dass sie ihm ungeachtet der geänderten klimatischen Bedingungen würde gehorchen müssen.

 


Kapitel 2 „Die Reiseplanung“

 

Beim Abendessen unterhielten sie sich über den Umzug, und entschieden, ihr Haus in Seattle nur „still zu legen“, da sein eigentlicher Arbeitsplatz immer noch in dieser Stadt blieb. Nachdem sie ins Wohnzimmer gegangen waren, lag Sandra auf der Ledercouch neben ihrem Mann und verfolgte scheinbar die Show im Fernsehen. Wie üblich war sie in eine flauschige Kaschmir/Mohairdecke gehüllt, nicht etwa weil es kalt war, im Gegenteil, die Temperatur  blieb auch abends sommerlich mild, die Tür zur Terrasse stand offen, und ihr Mann trug ein T-Shirt und eine leichte Baumwollhose. Auch hatte sie noch immer das dicke Strickkleid, den Body und die Wollstrumpfhose darunter an, aber ihr Master sah sie Abends nun mal gerne „hübsch verpackt“, und ohne seine Erlaubnis durften nicht mal ihre Hände unter der Decke hervor schauen.

 

Im Gedanken beschäftigte sie sich mit der Möglichkeit, einige der ungeliebtesten Kleidungstücke ihrer (leider) umfangreichen Woll-Sammlung „versehentlich“ im Haus zurück zu lassen, um sie wenigstens in den folgenden Sommermonaten in San Diego nicht greifbar zu haben. Sie besaß viele exquisite Stücke aus edelsten Wollmischungen, denn sie waren wohlhabend, ihr Mann verdiente sehr gut und vor allem war er gewillt, jedes Jahr beträchtliche Summen in ihr Outfit zu investieren – wobei er neben dem „Look“ leider auch sehr auf die Funktionalität der Sachen achtete. Sie dachte zum Beispiel an den erst kürzlich erhaltenen Catsuit aus zwei Schichten Wolle, der selbst ohne die zusätzliche Kapuze, den Füßlingen und Fäustlingen ein komplettes und sehr warmes Wollgefängnis darstellt, und zudem noch mit kleinen Vorhängeschlössern gesichert werden konnte. Auch Ihr Strafkleid kam ihr in den Sinn, ein bodenlanges Rollkragenkleid mit angenähten Handschuhen und einer Sackförmigen Kapuze ohne irgend einer Öffnung die unter dem Rollkragen befestigt werden konnte - das Ganze aus zwei Lagen – innen eine doppelt gestrickte Angora / Schurwollmischung und außen ein dicker Polar-Fleece-Stoff. Dieses Teil  hätte sie besonders gerne „vergessen“, da sie - sobald die Kapuze über ihrem Kopf gezogen wurde – in absoluter Dunkelheit gefangen war, und ihr die Zeit darin unendlich lang vorkam.

 

Es war ihr klar, dass sie ihren Master nicht anlügen würde können, also mussten die Sachen entweder gerade in der Reinigung sein, oder es musste so eindeutig nach unabsichtlichem Vergessen aussehen, dass er sie nie mit einem Verdacht konfrontieren würde.

Da der Umzug bereits in 10 Tagen stattfinden sollte, musste sie bereits am nächsten Tag damit beginnen, ihre Wollkleidung in luftdichte Plastiktaschen zu verstauen und mit dem Staubsauger ein Vakuum in der Tasche erzeugen, um so das Volumen zu reduzieren. Für Flugreisen besaß sie eine ganze Reihe solcher Spezialtaschen, und so verschwanden nach und nach duzende Pullover, Kleider, Westen andere Wollsachen in den Transportkartons. Selbst ihre umfangreiche Auswahl an Schals, Hauben und Handschuhen musste sie einpacken, obwohl San Diego seit seiner Gründung noch keinen Schnee erlebt hatte. Sie war Tage später gerade dabei, die Woll-, bzw. Flauschdecken aus den Schränken auf einem Stapel zu schlichten als ihr Master aus dem Büro nach Hause kam, und beide staunten über die beachtliche Höhe, die der Stapel erreichte. Ein kleiner Extrakoffer mit Zahlenschloss enthielt ihr Sortiment an Bondage-Artikel. Fessel und Knebelutensilien, die aber in erster Linie bei Bestrafungen zum Einsatz kamen.

 

Da sie vor hatten, einen gemütlichen Trip entlang der Route No. 1 zu genießen, anstatt über den Highway zu fahren, planten sie ein verlängertes Wochenende für eine gemütliche Fahrt entlang der Küste Richtung Süden. Eine Entscheidung die Sandra noch leid tun würde ...


 

Kapitel 3 „Die Abfahrt in den Süden“

 

Eigentlich musste sich Sandra später eingestehen, dass es ihre eigene Schuld war, dass ihr sorgsam geplanter Trick letztendlich schief gegangen war. Ihre Idee war es, die unangenehmsten und strengsten Kleidungsstücke in einem extra Karton zu verpacken, mit der Begründung, das die Sachen für den Fall einer von ihrem Master gewollten Bestrafung nicht erst in den Tiefen des Transporters gesucht werden müssten. Und dieser Karton sollte dann „versehentlich“ im Haus zurückbleiben. Um sicher zu gehen, dass die Hilfskräfte den Karton nicht doch einluden, verbarg sie ihn bis zur Abreise im begehbaren Wandschrank ihres Schlafzimmers. Kurz vor der Abfahrt stellte die den Karton so neben das Bett, dass er von der Türe aus nicht sichtbar war, und bei einer oberflächlichen Kontrolle tatsächlich übersehen worden sein konnte.

 

Dann verließ sie, nicht ohne leichten Gewissensbissen das Haus, und stieg in den Wagen. Obwohl sie durchaus warm gekleidet war, immerhin trug sie eine schwarze Wollstrumpfhose zu einem wadenlangen Strickrock und einem hellgrauen Twinset aus Angorawolle (mit langärmeligem Pulli und Weste) hüllte sie sich unaufgefordert in das riesige Schaltuch, bevor sie den Sicherheitsgurt schloss. Auch den Koffer für die Reise hatte sie freiwillig mit eher strengerem Outfit gepackt, beides geschah wohl eher unbewusst um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Ihr Mann nahm es mit einem wohlwollenden Blick zur Kenntnis und lenkte den Transporter aus der Einfahrt ihres Hauses.

 

Bei der ersten Kreuzung begannen sie, wie bei jeder Reise, über möglicherweise vergessene Sachen nachzudenken. Da aber praktisch mit Ausnahme der Möbel, des Hausrates und seiner Wintersachen alles im LKW verstaut war, schien kein Versäumnis möglich. Bis ihr Mann die beiden Tennistaschen erwähnte, die er sie zu verstauen gebeten hatte. „Ich werde zwar viel arbeiten müssen, aber eine Tennisanlage ist wenige hundert Meter vom neuen Heim entfernt, nimm also bitte die Ausrüstung mit“ – hatte er gestern noch erwähnt – und sie hatte es vergessen! Als ihnen im Wagen klar wurde, dass sie zurück fahren mussten, meinte er noch halb scherzhaft, er müsse wohl ihre Aufmerksamkeit etwas mehr fördern. Als sie beim Haus ankamen, wollte Sandra die Taschen unbedingt selbst aus dem Dielenschrank holen, aber ihr Mann ließ es nicht zu, eigentlich aus reiner Höflichkeit, die sie sich trotz ihrer SM-Beziehung für einander erhalten hatten.

 

Als ihr Mann wenig später mit den Taschen zurückkam, schien alles in Ordnung zu sein. Er verstaute die Taschen und stieg in den Wagen. Gerade als er den Zündschlüssen umdrehen wollte bemerkte er beiläufig, er hätte, als er sich noch die neuen Tennissocken gesucht hatte, einen großen Karton neben dem Bett gesehen. Sandra lief ein Schauer über den Rücken und gleichzeitig wurde sie knallrot im Gesicht. Sie war auf die Frage so nicht vorbereitet, und als er mit sanfter Stimme fragte, ob sie eine Idee hätte, was in diesem Karton sein könnte, war ihr klar, das er nicht nur den Inhalt kannte, sondern auch ihren Versuch durchschaut hatte. Sie konnte ihm nicht mehr in die Augen sehen, sonder antwortete mit gesengtem Blick und fast unhörbar „Das sind die Sachen für eine strenge Bestrafung und ich bitte darum, sie holen zu dürfen, und um ... eine Strafe, weil ich sie zurücklassen wollte“.  „Geht in Ordnung, meine Liebe, und zwar BEIDES!!“ 


   

 

 

 

Kapitel 4 “Die Strafe”

 

Sandra schlich fast wie in Trance ins Haus und kam wenig später mit dem Karton zurück zum Transporter. Der Karton schien immer schwerer zu werden, und sie versuchte, an keines der enthaltenen Kleidungsstücke zu denken, da sie alle mit ihrer bevorstehenden Strafe in Verbindung gebracht hätte. Natürlich bewirkte sie damit genau das Gegenteil und so sah sie sich in Gedanken schon fest verpackt auf dem Beifahrersitz schwitzen.

 

Als sie den Wagen erreicht hatte, fand sie die seitliche Schiebetüre des Vans offen und ihren Master hinterm Steuer wartend. Unsicher blieb sie stehen, und sah ihren Mann fragend an. „Willst du den Karton nicht einladen?“ fragte er betont gleichgültig. „Natürlich, aber ... meine  Strafe? Hast Du keine Anweisungen für mich?“ „Steig endlich ein, damit wir fahren können, ich möchte heute noch das Hilton in San Francisco erreichen“. Wortlos verstaute Sandra den Karton, schloss die Schiebetüre und stieg in die Kabine. Fast als wollte sie sich verstecken, hüllte sie sich in das Schaltuch, schnallte sich an und fixierte einen unsichtbaren Punkt auf dem Handschuhfach, während ihr Mann losfuhr.

 

Sie war total verwirrt. Bisher hatte sie sich stets ausmalen können, welche Strafe ihr bevorstand, doch diesmal konnte sie die Reaktion ihres Masters einfach nicht deuten. Diese Ruhe und scheinbare Gelassenheit Angesichts einer Verfehlung, die ihre bisherigen Unachtsamkeiten oder kleinen Frechheiten bei Weitem über traf – einfach, weil es ein geplanter Verstoß war - erschien ihr schlimmer als jeder Wutausbruch. Sie liebte ihren Mann,  wollte ihm gehorchen, und plötzlich kam ihr die ganze Sache so vollkommen idiotisch vor. Bei einem halben Lieferwagen voller Wollsachen EINEN Karton zu unterschlagen, erschien ihr nun so absolut sinnlos! Während der nächsten Stunden versuchte sie mehrmals vergeblich, die richtigen Worte für eine Entschuldigung zu finden. Nicht das sie versuchen wollte, einer Strafe zu entgehen, aber außer einem kurzen Stopp bei einem Drugstore hatte ihr Mann nichts weiter getan als zu fahren, und diese Ungewissheit ließe sie fast schon wünschen, bald bestraft zu werden. Sandra erschrak fast ein wenig, als ihr Mann plötzlich eine Frage an sie richtete. „Hast du Dir überlegt, welche Strafe angemessen wäre?“ „Nein, Sir“ antwortete sie leise, „ich erwarte Deine Entscheidung, und ....“ „Was und“, sie zögerte ein wenig „es tut mir schrecklich leid“ 

 

„Diesmal wirst du mir beweisen müssen, wie ehrlich Du es mit Deiner Reue meinst, denn du hast mein Vertrauen missbraucht. Nimm den Block aus dem Handschuhfach, und schreib  Deinen Vorschlag in Form einer Bitte auf. Aber ich warne dich, wenn ich ihn für zu Milde halte, werde ich ihn mindestens verdoppeln!“

 

Sandra war verwirrt und total unsicher. Das hatte ihr Master noch nie verlangt! Bisher hatte sie stets exakte Anweisung erhalten. Dieser Befehl hingegen war teuflisch. Natürlich bereute sie den Fehler, aber was sollte sie wählen? Wenn sie zu streng war, musste sie es als ihre eigene Entscheidung erdulden, und war sie zu gutmütig, drohte eine Verdoppelung der Strafe und er würde an ihrer ehrlichen Reue zweifeln.

 

Schließlich nahm sie einen Stift und begann zu schreiben : 

 

Mein Gebieter, ich bereue den Versuch, dich zu täuschen zu tiefst und bitte demütig um folgende Straf-Kleidung für den Rest der Reise :

 

Dicke Angorastrumpfhose

Lambswool-Rollkragenbody

Strickleggins aus Mohair-, oder Schurwolle

Dicken Rollkragenpullover mit engem Kragen

Darüber eines meiner  flauschigen Rollkragen-Strickkleider

Als Abschluss meinem grauen Strickmantel

 

Dann bitte ich darum, im Wagen zwei Paar Wollhandschuhe tragen zu dürfen, und mit der Kapuze und dem langen grauen Wollschal vermummt auf Deine Anweisungen warten zu dürfen. Deine S.

 

Als sie den Zettel fertig geschrieben hatte, hielt ihr Mann an einem hübschen Restaurant mit herrlicher Aussicht auf den Pazifik, las den Vorschlag gründlich durch und nickte dann langsam. „Gut meine Liebe, ich gehe jetzt in das Restaurant und bestelle erst mal etwas kühles zu Trinken. Du ziehst dich rasch um, und kommst dann nach. Vergiss aber bitte nicht, abzuschließen!“

Mit diesen Worten verließ ihr Master den Wagen und schlenderte in der beginnenden Mittagshitze über den Parkplatz zur Terrasse des Restaurants.

 

Sandra begriff, dass er vorhatte, sie in dem Strafoutfit vorzuführen.

 


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