Kapitel 9 „Der Strand“
Am nächsten Morgen erwachte Sandra nach einer für sie endlos langen Nacht mit wenig und nur leichtem Schlaf. Sie war erstaunt, nach einer Dusche nur einen relativ leichten Strickrock, glatte Baumwollstrümpfe und einen einzigen Rollkragenpullover auf ihrem Bett zu finden. Während sie sich anzog, träumte sie sogar davon, ihr Master hätte sich das mit der strengen Woll-Erziehung anders überlegt – denn ein Pulli mit Rock und Strümpfen in einem Wagen mit Klimaanlage war nach dem Vortag geradezu paradiesisch. Ihr Mann mahnte zwar zur Eile, weil er gegen Mittag am Strand von Big Sure sei wollte, ließ sonst aber keinerlei Bemerkung über den gestrigen Tag oder etwaige Strafen fallen.
Als sie gegen Mittag wie geplant die malerische Bucht erreichten, war Sandra fast schon soweit, sich einzureden, ihr Mann hätte sein Vorhaben überschlafen und es als zu drastisch stillschweigend revidiert. Gerade als sie jedoch aussteigen wollte, hielt er sie am Arm zurück und eröffnete ihr, dass ihre Erholungsphase soeben zu Ende gegangen sei. Er befahl ihr, sich zwei dicke Rollkragenpullover sowie eine Wollstrumpfhose und Leggins anzuziehen und dann vor dem Wagen zu warten. In stiller Resignation erfüllte Sandra die Wünsche und stand kurz darauf in einem dicken schwarzen Long-Pullover mit besonders flauschigen Kragen und einer dicken schwarzen Mohair-Leggins in der heißen Sonne. Die darunter liegende, ebenfalls schwarze Wollschicht war aus Lambswool, wodurch sie zwar nicht kratzte, aber durch eine schwere Qualität und enge Passform zu einer „hübschen“ Verpackung beitrug. Nachdem ihr Master sie aus dem klimatisierten Wagen heraus einige Zeit beobachtet hatte, zog er sich eine Badeshort an, nahm ein Liegetuch und stieg in Sandalen aus dem Van. Sandra hatte keine Schuhe an, und trippelte wegen des heißen Asphalts ständig hin und her.
„Wenn ich es mir recht überlege, würde deine Kleidung total sandig, meinst du nicht auch?“
„Das fürchte ich auch ... soll ich dann ... im Wagen bleiben?“ „Wo denkst du hin, der steht in der prallen Sonne, und ich will ein paar Stunden hier bleiben und das Meer genießen. Da bekommst du mir ja einen Hitzschlag! Nein ich habe eine bessere Idee. In dem großen Karton ist doch auch dein schwarzer Schianzug. Den ziehst du einfach darüber, und zusammen mit deinen Stiefeletten sollte deine Wollkleidung eigentlich sandfrei bleiben.“ Erneut spürte Sandra, mit welcher Entschlossenheit ihr Master sie demütigte und bestrafte. Der angesprochene Daunen-Overall war nicht nur besonders dick abgesteppt (das absolute „non plus ultra“ an Volumen und Wattierung der letzten Wintersaison), ihr Mann hatte sogar noch extra ein zusätzliches Innenfutter aus zwei Lagen Microfleece einnähen lassen. Sogar für den hochalpinen Bereich sei diese Modell ohne Zusatz warm genug – meinte der Verkäufer, aber wenn es gewünscht wird – muss wohl für eine ziemliche Frostbeule sein.
Doch der Schrecken, den diese Anweisung bei ihr auslöste, hinderte ihrem Master nicht, sie inklusive Kapuze an den Strand mitzunehmen, damit sie ihm beim Baden im Pazifik beobachten konnte. Der Anzug hatte sich innerhalb kürzester Zeit erwärmt, und Sandra, die sich nicht mal hinsetzen durfte, fühlte sich wie in einer Sauna. Obwohl ihr die Zeit entlos erschien, dauerte der Badeausflug bei weitem nicht so lange wie angekündigt und als sie zurück beim Wagen waren, erlaubte er ihr sogar, den Anzug auszuziehen und „nur“ mit der restlichen Wollkleidung in den Wagen zu klettern. Nachdem sie sich gierig mit lauwarmen Getränkedosen stärken durfte, ging die Fahrt weiter gegen Süden, und sie erreichten, wie geplant, am frühen Abend San Diego.
Da ihr Mann beruflich schon oft in der Stadt gewesen war, fand er das Haus, das die Company für ihn und seine Frau gemietet hatte problemlos, und bemerkte an den beleuchteten Fenstern, dass Danielle den Schlüssel unter der Matte gefunden haben dürfte.
Nachdem sie vor der großen Garage eingeparkt hatten, stiegen sie aus dem Wagen, und Danielle öffnete die Haustüre. Sie trug ein knappes bauchfreies T-Shirt, einen Minirock der mehr freigab als er verbarg und hochhackige Schuhe. Die beiden Frauen betrachteten einander gründlich. Der Kontrast zwischen den beiden hätte nicht größer sein können. Sandra, in zwei schichten schwarzer Wolle, mit schulterlangem kastanienbraunen Haaren, und sanften braunen Augen, die aus einem hübschen, aber trotz der Klimaanlage leicht geröteten und ungeschminkten Gesicht ihr vis á vis musterten. Danielle mit ihrer minimalistischen Kleidung, kurzen blond gefärbten Haaren, zuviel Makeup und kalten eisblauen Augen, die Sandra lauernd taxierten.
Dieser kalte und harte Gesichtsausdruck war es wohl, der Sandra vom ersten Moment ihrer Bekanntschaft ein mulmiges Gefühl vermittelte. Wenn ihr Wesen so hart sein würde, wie ihr Blick, und sie tatsächlich die völlige Kontrolle .... dann .....
Kapitel 10 "Danielle"
"Hallo Walter, da bist du ja, ich war mir nicht sicher ob du es heute noch schaffen würdest. Hattest du eine angenehme Reise?" Sandra war über diese Begrüßung, vor allem über den lockeren Ton mit dem die junge Frau mit ihrem Mann sprach, verwundert. Es sah fast so aus, als ob sich die Beiden schon lange kannten, den ihr Mann ging auf die Frau zu, reichte ihr beide Hände und gab ihr einen Begrüßungsküsse auf die Wange. "Hallo Danielle, wie ich sehe, hast du den Schlüssen gefunden. Hast du dich schon umgesehen? Was hältst du von meiner "Hütte". "Das Haus ist fabelhaft mein Lieber, komplett klimatisiert, ein Traum von einem Pool im Garten, und der Keller ist ebenfalls perfekt".
"Wieso sah sich diese Person so gründlich im Haus um, und was heiß "der Keller ist perfekt?" dachte Sandra. Der erste negative Eindruck, den sie hatte, bestätigte sich sofort. Nicht nur, dass es Walter nicht für nötig zu halten schien, die Vorstellung zu übernehmen, taten die beiden so als wäre sie gar nicht da. Danielle fuhr inzwischen fort "die restlichen Räume sind für meinen Geschmack ein wenig bieder möbliert, aber sonst ganz okay. Am besten du kommst erst mal herein, es ist so schwül hier draußen". Sie wollte sich schon umdrehen und vorausgehen als sie kurz innehielt. "Das heißt, ... das ist wohl deine Frau? Vielleicht sollte sie inzwischen das Gepäck ausladen? Drinnen ist es noch überall eher kühl, ich habe die Räume NOCH NICHT separat klimatisiert.
Sandra blieb der Mund offen stehen. Wollte ihr Mann dieses Benehmen tatsächlich zulassen? Schließlich war sie doch eine Angestellte! Trotzdem tat sie so, als wäre sie die Hausbesitzerin, Walter ein lieber Gast und Sandra jemand vom Personal. Herausfordernd sah Danielle von den Treppen aus auf Sandra herab. Als Walter zustimmend erwiderte, dies sei eine gute Idee, und seiner Frau befahl, sie solle schon mal die Schachteln ausladen, er werde inzwischen prüfen, was wohin kommen soll, brachte Sandra keinen Ton heraus. Sie hatte trotz der strengen Behandlung während der Fahrt bis zu Letzt die Hoffnung gehabt, die Sache mit den Vertauschten Rollen zwischen dem Dienstmädchen und ihr wäre nur eine Drohung gewesen, um sie zu erschrecken. Als sie nun die Schachteln mit ihren Sachen auslud, wurde ihr klar, das dies kein schlechter Scherz, sondern der volle Ernst ihres Masters war. Sie begann fieberhaft zu überlegen, ob sie entweder abwarten sollte, wie streng sich Danielle tatsächlich verhielt, oder ob sie Walter nochmals um Verzeihung und um Gnade bitten sollte.
Danielle hatte Recht mit der Bezeichnung "schwül". Es war in der Dämmerung tatsächlich dunstig, immer noch über 25 Grad warm und Sandra wurde in den zwei Wollschichten entsprechend heiß. Die körperliche Arbeit trieb ihr den Schweiß auf die Stirn, und als Danielle nach einiger Zeit herauskam, stellte sie befriedigt fest: "Es scheint, daraus kann man etwas machen. Los nimm die erste Ladung von deinem Zeug, ich zeige dir, wo es hinkommt." Sie machte keine Anstalten, Sandra zu helfen, und hielt ihr nicht einmal die Türen auf, um sie mit den großen Schachteln durchzulassen. Im ersten Stock ging es erst mal nach links und dann in ein eher kleineres Zimmer mit einem Einzelbett. "Das ist dein Zimmer, und für dein Zeug wirst du noch ein Paar Schränke im Flur bekommen". "Das muss ein Irrtum sein, mein Mann und ich schlafen nie in getrennten Schlafzimmern“ "Liebchen, du glaubst doch nicht, Walter schläft wegen dir ohne Klimaanlage, und bei dir habe ich sie schon mal zentral abgeschaltet. Wohlgemerkt nur abgeschaltet! Wenn dein Benehmen zu Wünschen übrig lässt, lässt sich der Raum genauso gut permanent heizen. Ich glaube in der Betriebsanleitung stand etwas von maximal 35 Grad bei geschlossener Tür. Also nimm dich in Acht. Und nun sieh zu, dass die Sachen heraufkommen". Danielle verließ das Zimmer, drehte sich aber noch kurz um. "Und noch etwas, damit wir uns richtig verstehen: Pro Wiederspruch gibt es ab sofort eine deiner Balaclavas als Sofortstrafe, kapiert?“ "Das ist bestimmt nicht deine Entscheidung" fauchte Sandra in plötzlich aufkeimender Wut und knallte die Tür zu. Verzweifelt warf sich Sandra aufs Bett und begann leise zu schluchzen. Sie war zu erschöpft und verwirrt, um sich über die Folgen dieses Benehmens Gedanken zu machen?
Kapitel 11 “Die Demütigung”
Danielle ging ohne Umweg zu Walter und erzählte ihm, was vorgefallen war. „Wenn wir nicht von Anfang an klarlegen, wer hier das Sagen hat, wird aus der ganzen Sache nichts. Ich habe den Eindruck, du hast ihr ihren neuen Status noch nicht ausreichend klar gemacht. Ich denke, wir müssen ein paar Grundregeln aufstellen, nach denen sich deine Frau zu richten hat, meinst du nicht auch?“ Walter war von der Fahrt müde, und wollte eigentlich keine weitere Auseinandersetzung mehr, aber er hatte Danielle den Auftrag nur schmackhaft machen können, in dem er ihr die totale Kontrolle über seine Frau versprochen hatte. Andernfalls wäre sie nie einverstanden gewesen, um das Gehalt, das seine Firma für ein Dienstmädchen vorgesehen hatte, bei ihm zu „arbeiten“. Daher legte er sich mit einem Drink auf ´s Sofa und ließ Danielle ihre Pläne entwickeln. „Erst mal ist es wichtig, dass sie sofort eine ihrer wärmsten Balaclavas überziehen muss, bevor sie den Wagen fertig ausladen darf. Denn sonst glaubt sie womöglich noch, das ganze sei ein Scherz. Dabei musst du ihr klar machen, dass sie mir Respekt und absoluten Gehorsam schuldet, so als ob die Anweisungen direkt von dir kämen, und dass jeder Verstoß streng bestraft wird. Ich finde auch, sie sollte mich nur mehr mit „Madame“ ansprechend dürfen, oder besser überhaupt nur noch sprechen dürfen, wenn sie gefragt wird. Sie darf uns beiden auch nicht mehr direkt in die Augen schauen, sondern muss den Blick gesenkt halten. Mit ihrer Woll-Erziehung möchte ich erst Morgen beginnen, sobald ich gesichtet habe, was du ihr bisher gekauft hast. Ich werde auch ein wenig Geld brauchen, um meine persönliche Note bei ihrem Outfit einbringen zu können, aber da nehmen wir am besten zu einem gemeinsamen Einkaufsbummel ihre Kreditkarte. Dann möchte ich, auch wenn du weniger darauf stehst, die eine oder andere Bondage-Session mit ihr im Keller abhalten. Warm verpackt und streng gefesselt gefällt sie dir bestimmt, du wirst schon sehen. Wenn nötig werde wird sie auch die Peitsche spüren, aber das wird sie selbst durch ihr Verhalten bestimmen. Über ihren Arbeitsplan mache ich mir in den nächsten Tagen Gedanken, aber ich glaube, bei der Größe des Hauses und des Gartens wird ihr bestimmt nicht langweilig. Hinter dem Pool steht übrigens ein entzückendes kleines Gerätehäuschen aus dunkelbraunem Wellblech, mit dem man einiges anfangen könnte. Außerdem ist ein Teil der Terrasse nach Süden verglast. Zur Zeit ist zwar beschichtetes Wärmedämmglas mit dunkler Tönung eingebaut, aber in den Rahmen kann man genauso gut Fensterglas einsetzten, und du kannst dir sicher Vorstellen, wie gemütlich es sich dann dort arbeiten lässt. Ach ja, für das Zuknallen der Türe, schlage ich vor, das sie ihre letzte Nacht ohne Wollerziehung nackt aber dafür geknebelt und in einem hübschen „Hogtie“ gefesselt verbringen darf“.
Walter war mit allem einverstanden, und sichtlich zufrieden damit, Danielle für die Aufgabe gewonnen zu haben. Bei früheren Reisen nach San Diego hatte ihn Sir Peter mit Danielle in einem SM-Club bekannt gemacht, und obwohl sie als Domina eher auf Leder und Bondage stand, war er überzeugt, ihr Naturtalent würde sie auch zu einer perfekten Erzieherin in Sachen Wolle machen. Also ging er zuerst vors Haus und holte aus dem berühmten „letzten“ Karton Sandras dicke schwarze Fleece-Balaclava, die eine Innenschicht aus flauschigem Polyacryl und einen engen Gummizug im Kragen hatte, und dadurch ein besonders schweißtreibendes Exemplar ihrer Sammlung war. Walter musste bei dem Gedanken lächeln, dass ihm seine Frau durch die Zusammenstellung dieser Schachtel, die sie hatte „vergessen“ wollen, eine Menge Sucherei erspart, und einen perfekten Grund für seinen Plan gegeben hatte. Er gab die Haube Danielle, und sie bemerkte mit Entzücken, dass sowohl die Öffnung für den Mund als auch die Sehschlitze mit einem dünnen Reißverschluss geschlossen werden konnte. Da Sandra ja noch weiter arbeiten sollte, begnügte sich Danielle mit dem Verschließen der Mundöffnung und ging zusammen mit Walter zu Sandras Zimmer.
Walter öffnete ohne anzuklopfen, und befahl Sandra sich vor dem Bett hinzuknien. Dann eröffnete er ihr, dass Danielle ihr nun ein paar Anweisungen geben werde, und sie sicher sein könne, dass er als ihr Master voll hinter den neuen Regeln stehen würde. Währenddessen ging Danielle von hinten auf Sandra zu und zog ihr mit einem Ruck die dicke Balaclava über den Kopf. „Damit du spürst, dass ich meine Versprechen auch einhalte, meine Liebe“ flüsterte sie zuckersüß, während sie Sandra über den verpackten Hinterkopf fuhr. Dann gab sie Sandra genaue Anweisungen, versicherte ihr, sie werde keinerlei Ungehorsam dulden und schickte sie zum Wagen, um die restlichen Schachteln ins Haus zu holen.
Sandra hatte die neuen Regeln nicht nur der Balaclava wegen wie durch Watte gehört. Obwohl sie ihren Master liebte, und ihm schon oft unbedingten Gehorsam gelobt hatte, war es einfach nicht das Gleiche, wenn er diese Macht einfach an eine ihr völlig fremde Frau übertrug. Trotzdem hatte er keinen Zweifel daran gelassen, das Danielle in seinem Namen handeln würde, und sie – egal ob er im Haus war oder nicht, die absolute Befehlsgewalt hatte.
Sandra war klar, das ihr nichts anders übrig blieb, als zu gehorchen, und so nahm sie sich vor, die von ihrem Master gestellte Aufgabe so gut sie konnte, zu erfüllen. Vielleicht würde er, wenn sie ihm diesen Beweiß ihrer Liebe und Demut erbrachte, die Anweisung nach einiger Zeit rückgängig machen. Also schleppte sie die Kisten und Koffer ins Haus, und wartete als sie fertig war, wie befohlen in ihrem Zimmer. Nach einiger Zeit kam Walter erneut zu ihr, und stellte einen Teller mit einem Hamburger und eine Flasche Wasser neben ihr Bett. „Danielle hat rasch etwas fürs Abendessen gemacht, damit wir heute nicht nochmals ´raus müssen. Du hast ab jetzt 30 Minuten Zeit, um zu Essen und ins Bad zu gehen. Wenn Danielle dann kommt, liegst du frisch geduscht und nackt auf dem Bett und wartest auf weitere Anweisungen“. Mit diesen Worten zog er ihr die Haube vom Kopf, und verließ den Raum.
Sandra hätte liebend gerne zuerst die verschwitzten Sachen ausgezogen, geduscht und erst dann den Hamburger gegessen, aber das hätte bedeutet, die Mahlzeit nackt in einem ihr noch fremden Zimmer einnehmen zu müssen, in dem jederzeit eine ihr noch fremde Person hereinkommen konnte. Daher setzte sie sich zuerst aufs Bett, trank gierig das lauwarme Wasser, und aß den Burger. Erst danach ging sie ins angrenzende Badezimmer, schloss die Türe, um in Ruhe auf die Toilette gehen zu können, zog sich dann komplett aus und genoss eine kühle Dusche. Wie lange sie gebraucht hatte, konnte sie nicht genau sagen, da sie ihre Uhr abgelegt hatte, aber als plötzlich Danielle im Bad stand, war sie sicher, die erlaubte Zeit noch nicht überschritten zu haben.
Ohne an ihre neue Regel – nicht sprechen zu dürfen – zu denken, fuhr sie Danielle an: „Entschuldige bitte, aber ich bin im Bad! Du könntest zumindest anklopfen oder noch besser draußen warten.“ Am funkeln in Danielles kalten Augen erkannte sie, einen Fehler begangen zu haben. Wie aus dem Nichts hatte Danielle eine Reitgerte in der Hand und trieb Sandra mit gezielten Hieben aus dem Bad. „So, du lässt mich also nicht nur warten, sondern hast zusätzlich noch vergessen, dass du mich – wenn es dir überhaupt erlaubt ist zu sprechen - mit „Madame“ anzusprechen hast, und dann noch dieser Ton!? Los aufs Bett mit dir, leg dich auf den Bauch, Hände nach hinten, aber dalli!“ Wenn Sandra nicht noch mehr Striemen bekommen wollte, blieb nichts anderes übrig, als sich pitschnass aufs inzwischen aufgeschlagenen Bett zu legen (das mit einer flauschigen Schurwollauflage bezogen war) und zu gehorchen. Mit offensichtlich geübten Griffen fesselte Danielle die Arme ihres Opfers auf dem Rücken, wobei sich die Ellenbogen beinahen berührten. Dann verschnürte sie die Beine an den Knien und zog die ebenfalls gefesselten Knöchel bis auf wenige Zentimeter an die Handgelenke heran und verband beide mit einem kurzen Seil. Sandra war noch nie zuvor so gefesselt worden, und obwohl keines der Seile ihre Blutzirkulation zu unterbinden schien, war sie doch total bewegungsunfähig. Zwei breite Ledergurte fixierten sie rasch und unverrückbar auf dem Bett. Mit der gleichen Routine wurde ihr ein dicker Schaumgummiball in den Mund gestopft und mit einer breiten Ledermanschette am Hinterkopf gegen ausspucken gesichert. Mit einem triumphierenden Lächeln zog Danielle Sandra die dicke Balaclava wieder über den Kopf und die nassen Haare. Das sie beim Verlassen des Raumes das Licht nicht löschte, konnte Sandra nicht mal unterscheiden. Da nun alle Reißverschlüsse der Haube verschlossen waren, hüllte sie die doppelte Schicht (Fleece und Wolle) in vollkommene Dunkelheit..
Nackt, blind, stumm und völlig bewegungsunfähig lag sie hilflos auf dem Bett. Sandra fühlte sich zutiefst gedemütigt und wäre fast lieber warm verpackt worden als so schutzlos ausgeliefert auf den nächsten Tag warten zu müssen.
Kapitel 12 „Die Massage“
Sandra erwachte aus einem erstaunlich tiefen Schlaf und war in dem Moment hellwach, in dem ihr der Schmerz ihrer verschnürten Gliedmaßen bewusst wurde. Sie hatte noch niemals eine Nacht in solchen Fesseln verbracht, und spürte, wie verkrampft ihre Muskeln waren. Es schien ihr endlos lange zu dauern, bis Danielle die Türe öffnete ohne Eile eintrat. Sie hatte neben einer neuen Wasserflasche eine große Tube ohne erkennbarer Aufschrift und Gummihandschuhe mitgebracht und begann, die Gurte und Fesseln zu lösen. Schließlich entfaltete sich Sandra aus ihrer schmerzhaften Stellung und stöhnte angesichts ihrer strapazierten Muskel in den Knebel. Danielle beugte sich zu Sandras Kopf und erklärte ihr „Hör mir gut zu, ich werde dir jetzt die Knebel abnehmen und dir zu trinken geben, die Balaclava bleibt aber auf Wunsch deines Masters über deinem Gesicht. Ich darf deine Woll-Erziehung zwar nicht unterbrechen, da er aber schon zum Werk fahren musste, kann ich dich wenigstens massieren, um deine verkrampften Muskel zu entspannen. Es blieb mir gestern abend gar nichts anders übrig, als dich zu fesseln, denn Walter hätte dich sonst womöglich noch strenger bestraft. Ich kann mir vorstellen, wie du dich jetzt fühlst, und die Salbe, mit der ich dich einreiben werde, wird deine Muskeln entspannen. Also trink ein paar Schlucke und dann leg dich möglichst locker auf das Laken, damit ich dir helfen kann“.
Sandra verstand gar nichts mehr. Eigentlich konnte sie ihrer Menschenkenntnis normalerweise trauen, und Danielle hatte sie bestimmt nicht als barmherzige Samariterin eingestuft, andererseits kannte sie die dominante Wirkung ihres Masters, und unbewusst wollte sie auch gerne glauben, in Danielle weniger eine sadistische Erzieherin, als eine Verbündete gefunden zu haben. Daher nahm sie ein paar große Schlucke aus der Flasche, entspannte sich, und ließ es zu, von Danielle beinahe am gesamten Körper mit der Salbe eingerieben zu werden. Als sie fertig war, fühlt sie sich tatsächlich etwas besser, und durfte erst mal ins Bad. Nachdem sie die Toilette benutzt und sich mit viel Zahnpasta den scheußlichen Geschmack des Schaumgummis aus dem Mund vertrieben hatte, kehrte sie in ihr Zimmer zurück. Dort fand sie auf dem Bett einen ansehnlichen Stapel Kleidung. Sofort war ihr kurzfristiges Hochgefühl verschwunden. Sie erkannte einen ihrer Woll-Bodys mit engem Stehkragen, eine dicke schwarze Mohair-Strumpfhose, einen weißen Angorapullover mit flauschigen hohen Rollkragen und einen dunkelgrauen Jogginganzug. Letzterer störte sie besonders, da er außen aus einem glänzenden PVC-ähnlichen Material war, das eher zu einer Regenjacke gepasst hätte, und sein Futter aus flauschigem Fleece-Stoff bestand. Seine enge Kapuze und der Kragen waren ebenfalls mit Fleece gefüttert. Zusätzlich hatte er unangenehm enge Bündchen an den Ärmeln und Hosenbeinen, und auch der Kragen sowie Bund an Jacke und Hose schlossen sich extrem eng um den Körper. Da Danielle das Zimmer schon verlassen hatte, konnte sie nicht mal über die Schichten verhandeln oder hinterfragen, warum sie in Walters Abwesenheit so streng gekleidet sein musste. Also blieb ihr nichts anders übrig, als sich anzuziehen. Als sie fertig war, ging sie in die Küche, wo sie Danielle mit einem Glas Orangensaft vor einem kleinen Fernseher fand. „Kann ich auch ein Glas haben?“ – „Wieso quatscht du mich schon wieder ohne Erlaubnis an? Bist du schwer von Begriff oder was? Außerdem beginnen Sätze an mich mit „Madame“, wie oft muss ich dir das noch sagen?“ Ohne Vorwarnung drehte Danielle Sandra einen Arm auf den Rücken und drängte sie zurück in ihr Zimmer. Dort nahm sie ein Paar Handschellen aus einem Schrank, fesselt Sandra die Hände am Rücken und setzte ihr die dicke Haube von letzter Nacht wieder auf. „Los, auf die Knie, und kein Mucks, bis ich dir neue Anweisungen gebe.“ Inzwischen kannst du ja die Wärmesalbe genießen, eigentlich müsste sie bald wirken, oder spürst du noch nichts?“ Danielle hatte recht, Sandras Haut begann sich langsam ohne körperlicher Anstrengung unangenehm warm anzufühlen. So als hätte sie sich über etwas besonders aufgeregt, oder wegen zu scharfer Speisen plötzlich Wallungen. Sie begann die beschichtete Oberbekleidung zu hassen, da sie das Gefühl hatte, ihre Haut würde unter der Wolle immer heißer, und die Wärme würde durch den Jogginganzug an ihrem Körper gestaut.
Und genau das war auch Danielles Plan gewesen. Die Salbe war das stärkste Mittel, dass man ihr in der Apotheke zur Muskelerwärmung empfehlen hatte können, und der alte Mann im Drugstore hatte noch davor gewarnt, die Salbe ja nicht unter warmer oder einengender Kleidung zu verwenden, weil die subjektive Wärmeentwicklung enorm sei. Sie hatte Sandra ja nur eine „Muskelsalbe“ versprochen. Das dumme Ding war selbst Schuld, wenn sie nicht hinterfragt hatte, was die Salbe bewirken könne.
Fürsorglich zog Danielle die Kapuze des Jogginganzuges über der geschlossenen Balaclava zurecht, und beschloss, nur scheinbar das Zimmer zu verlassen, um Sandra beobachten zu können. Sie genoss das sichtbare Unbehagen ihres Opfers, dass das Gefühl hatte, langsam in Mitten eines Rings vom glühenden Kohlen zu knien. Zudem hielt sie es für besser, bei tatsächlichen gesundheitlichen Problemen oder aber bei Ausbruchsversuchen in der Nähe zu sein, um helfend oder strafend eingreifen zu können. Also öffnete und schloss Danielle geräuschvoll die Türe, schlich auf dem dichten Teppich zurück zum Bett, und machte es sich mit einer Zeitschrift bequem.
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